Bundesrat hält am Notfallradio fest
Der Bundesrat verschiebt die Aufhebung des Notfallradios IBBK. Die IG Pro Notfallradio begrüsst den Entscheid, sieht aber im Kanton Zug Defizite.
Der Bundesrat hat am 10. Juni 2026 beschlossen, die Aufhebung des Notfallradios IBBK vorerst zurückzustellen. Das System zur Information der Bevölkerung durch den Bund in Krisenlagen bleibt damit über das Ende des Jahres 2026 hinaus betriebsbereit.
Die rund dreissig Sendeanlagen in der Schweiz sichern die Informationsverbreitung und erreichen die Bevölkerung auch in Schutzräumen. Die Einsatzbereitschaft wurde am 20. Mai 2026 durch eine Test-Aussendung über den Sender Rigi nachgewiesen.
Kritik äussert die IG Pro Notfallradio am Kanton Zug. Die dortige Anlage Baar-Hinterzimbel wurde 2008 abgebrochen. Seither ist die Versorgung in den Zuger Schutzräumen ungenügend, da die Signale des Senders Rigi nicht das gesamte Kantonsgebiet abdecken.
Die Organisation fordert vom VBS und den kantonalen Behörden den Wiederaufbau der Anlage. Zur Durchsetzung dieser Forderung wird die Lancierung einer kantonalen Volksinitiative geprüft.
Zur Website der IG Pro Notfallradio
Published: HB9HGH 2026-06-16 06:39:06