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Notfunk in Kolumbien: Bitte Frequenzen freihalten!

16 Agosto 2026 ore 15:13

Nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien sichern Funkamateure die Notfallkommunikation. Die IARU bittet weltweit um Funkdisziplin.

Weil die kommerzielle Mobilfunk- und Datennetze in den betroffenen Regionen sofort zusammenbrachen, übernahmen Funkamateurinnen und Funkamateure die lebenswichtige Verbindung für Rettungsorganisationen in Kolumbien.

Relaisstationen mit Solarpanels

Faber Mosquera, HK6F, Notfunkkoordinator der Liga Colombiana de Radioaficionados (LCRA), koordiniert den Einsatz landesweit. Freiwillige der Liga Radio Quindío stiegen auf den 3600 Meter hohen Cerro Campanario, um Relaisstationen mit Solarpanels und Akkus wieder in Betrieb zu nehmen. Dieser Standort versorgt den Amateurfunk und die regionalen Katastrophenschutzbehörden.

Manuelle Umschaltung

Mitglieder der Asociación de Radioaficionados del Eje Cafetero waren während der Erdstösse direkt an ihrer Relaisstation vor Ort. Weil die Notstromautomatik versagte, schalteten die Techniker das Aggregat manuell zu. Nach 15 Minuten liefen die eigenen Relais sowie die Funktechnik der Partnerorganisationen wieder.

«Unverzichtbare Arbeit»

Carlos Alberto Santamaria González, CO2JC, Notfunkkoordinator der IARU-Region 2, lobt den Einsatz: «Die kolumbianische Amateurfunkgemeinschaft leistet unverzichtbare Arbeit. Sie stellt ihre Kommunikationssysteme und personellen Ressourcen für Rettung, Bergung und Personensuche bereit.»

Die IARU-Region 2 bittet Funkamateur/-innen weltweit, die folgenden Notfunkfrequenzen zwingend freizuhalten:

(3985 kHz)
7060 kHz
(7240 kHz)
(7275 kHz)
14300 kHz
21360 kHz
(sowie lokal 146.520 MHz).

Quelle: ARRL

Published: HB9HGH 2026-08-16 15:13:48

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