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EmComm-Tagung 2026: Notfunk erreicht letzte Meile

30 Luglio 2026 ore 08:24

Am Samstag, 10. Oktober 2026, trifft sich die Notfunkszene in Brütten. Die USKA öffnet die Fachtagung erstmals gezielt für Behördenvertreter/-innen.

Ein flächendeckender Stromausfall legt die reguläre Kommunikation rasch lahm. Wenn Festnetz, Mobilfunk und Internet ausfallen, greift das klassische Szenario des Notfunks. Am Samstag, 10. Oktober 2026, richtet die USKA in Brütten die diesjährige EmComm-Tagung aus.

Erweitertes Konzept

Das Konzept erweitert den Fokus massiv. Erstmals richtet sich die Veranstaltung parallel an lizenzierte Funkamateurinnen und Funkamateure sowie an Vertreter von Behörden und Rettungsorganisationen.

Behörden eingebunden

Für die Behördenvertreter steht ein eigener Vortragsblock auf dem Programm. Fachjargon bleibt dort draussen. Dominik Schwerzmann, HB3YQP, Leiter des Amts für Bevölkerungsschutz, Zivilschutz und Militär des Kantons Zug, berichtet aus erster Hand über die praktische Zusammenarbeit zwischen Behörden und Funkamateur/-innen.

Spezielles Notfunk-Rack

Ein technischer Schwerpunkt liegt auf der sogenannten «letzten Meile» zur Bevölkerung. Die Anbindung der Zivilbevölkerung im Krisenfall erfolgt nicht zwingend über hochkomplexe Kurzwellenstationen. Jedermannsfunk wie CB-Funk und PMR-446 rückt direkt in das Einsatzkonzept ein. Vorgeführt wird ein speziell konzipiertes Notfunk-Rack (siehe Bild), das genau diese Schnittstellen bedient.

Analog und digital

Am Vormittag stehen für die Amateurfunker/-innen Fachvorträge über aktuelle Übertragungsverfahren auf dem Plan. Der Nachmittag gehört der Praxis im Aussenbereich. Auf dem Areal warten Vorführungen von Winlink-2000 über Kurzwelle und UKW, digitale MESH-Netzwerke via AREDN sowie Sprachverbindungen über regionale VHF- und UHF-Relais.

Behördenmitglieder erhalten eine geführte Besichtigung des Notfunk-Containers Brütten. Ergänzend zeigen verschiedene Seletionen und Notfunkgruppen ihre mobilen Ausrüstungen. Wer Datenverbindungen für E-Mails und Bilder unter Feldbedingungen erleben will, sieht das Handwerk vor Ort in Aktion.

Amateurfunk: Mehr als ein Hobby

Die Tagung setzt ein klares Zeichen. Notfunk ist kein isoliertes Hobby, sondern ein strukturiertes Bindeglied im Ernstfall für den Bevölkerungsschutz. Die Teilnahme bietet für Funkende und Behördenmitglieder die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und Einsatzszenarien realistisch durchzusprechen.

Programm, Einladung und Anmeldung

Published: HB9HGH 2026-07-30 08:24:11

Neues HBradio 4/2026 ab sofort online

29 Luglio 2026 ore 15:38

Die neue Ausgabe 4/2026 des «HBradio» ist erschienen. USKA-Mitglieder können das Magazin ab sofort im geschützten Bereich der USKA-Website als PDF herunterladen.

Das Redaktionsteam um Chefredaktor Dr. Willy Rüsch (HB9AHL) und den technischen Redaktor Dr. Mathias Weyland (HB9FRV) bietet auf 84 Seiten wieder eine breite Palette an technischen Fachbeiträgen, Contest-Auswertungen und aktuellen Themen der Schweizer Funklandschaft. Einige Highlights aus der aktuellen Ausgabe:

Weltrekord auf 76 GHz: Erstes EME-QSO

Manfred Plötz (DL7YC) beschreibt den technischen Weg von 70 cm bis hinauf zu den Mikrowellen. Am 22. April 2026 gelang ihm gemeinsam mit Sergei (RW3BP) die weltweit erste Erde-Mond-Erde-Verbindung auf 76 GHz im Mode Q65-60E. Der Beitrag erläutert die komplexe Technik wie Hochleistungs-SSPA, Vorverstärker und die präzise Antennennachführung im Librations-Minimum.

Rechtliche Grundlagen: Eigenimport von Funkgeräten

Urs Lott (HB9BKT) beleuchtet die Fallstricke beim Direktimport kommerzieller Amateurfunkgeräte aus dem Ausland. Der Artikel fasst die Vorgaben von BAKOM und Zoll zusammen und erklärt die Sonderregelungen sowie Duldungspraktiken für HB9- bzw. HB3-Inhaber.

Nach der Havarie: Neuanfang mit ÜberSDR auf der Rigi Scheidegg

Nachdem ein Blitzeinschlag im Mai 2026 etwa 70 % der Remote-Station zerstörte, berichten Wolfgang Sidler (HB9RYZ) und Frédéric Furrer (HB9CQK) über den Neuaufbau. Der neue WebSDR-Server auf 1’660 m ü. M. bietet unter anderem Echtzeit-Zugriff auf das HF-Spektrum (0–30 MHz) sowie integrierte Decoder für digitale Betriebsarten.

Vernehmlassung: Eingabe der USKA zur Requisitionsverordnung

Die USKA fordert, dass private Notfunkeinrichtungen und Relaisstationen von staatlichen Requisitionen ausgenommen bleiben, um die zivile Krisenresilienz im Notfall nicht zu schwächen.

Contest-Ergebnisse: Helvetia-H26-Contest 2026

Contest-Manager Dominik Bugmann (HB9CZF) präsentiert die vollständigen Ranglisten, Log-Statistiken sowie Erfahrungsberichte und Bilder zahlreicher Teilnehmer.

HBradio 4/26

Published: HB9HGH 2026-07-29 15:38:19

Radio DARC berichtet über USKA-Widerstand

26 Luglio 2026 ore 13:41

Radiomacher Wolf-Dieter, DL2MCD, hat auf Radio DARC berichtet, wie sich die USKA gegen die im Ernstfall drohende Beschlagnahmung der Funkanlagen der Schweizer Funkamateure wehrt.

Der Bund greift nach den Funkgeräten der Schweizer Funkamateurinnen und Funkamateure. Am 26.7.2026 schilderte Wolf-Dieter, DL2MCD, auf Radio DARC (KW: 6070 kHz und 9670 kHz) die Pläne des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS).

Die geplante Requisitionsverordnung erlaubt der Armee im Ernstfall den Zugriff auf technische Anlagen. Das VBS will die Ausrüstung im Krisenfall schlicht abholen. In ihrer Vernehmlassung fordert die USKA Kooperation statt Enteignung.

Beitrag von Radio DARC hören (MP3)

Zum Bericht der USKA

USKA Eingabe Vernehmlassung Requisition

Published: HB9HGH 2026-07-26 13:41:24

Bunker-Aktivierungen im Hochsommer

14 Luglio 2026 ore 20:32

Die erste Schweizer Outdoor-Radio Aktivitätswoche lockt vom 24. Juli bis zum 2. August 2026 Funkamateure an die Funkgeräte und in die Alpen – aber nicht nur.

Das Schweizer HBBOTA-Programm ist jung und verlangt nach Aufmerksamkeit. Deswegen schicken die Verantwortlichen die Szene im Sommer in die Festungsbauten des Landes. Das Ziel ist simpel: Jäger und Aktivatoren sollen die Schweizer Bunker in die Logbücher bringen.

WWBOTA

Die Aktion startet international. Vom 24. bis 26. Juli 2026 organisiert WWBOTA das weltweite Bunkerfest. Funkerinnen und Funker aus den europäischen Nachbarländern lauern auf Verbindungen mit den eidgenössischen Anlagen.

Wer hier punkten will, muss die Spielregeln kennen. Für den WWBOTA-Award zählt jeweils nur ein Bunker gleichzeitig. Funkkontakte von Bunker zu Bunker versprechen an diesen drei Tagen eine hohe Erfolgsquote, weil die europäischen Untergruppen koordiniert ausschwärmen.

HBBOTA

Nach dem internationalen Auftakt folgt die nationale Verlängerung. Die Organisatoren dehnen die Aktivitätswoche bewusst über den Nationalfeiertag bis zum 2. August aus. Am eigentlichen HBBOTA-Wochenende vom 1. und 2. August rückt die Kombination verschiedener Diplome in den Fokus der Funkbetriebstechnik.

Sylvia HB9INY verweist auf logistische Highlights: Es existieren Standorte in der Schweiz, an denen Operator mit einer einzigen Antennenkonstruktion gleichzeitig Punkte für SOTA, POTA und BOTA einfahren. Ein Berggipfel, der in einem Naturpark liegt und eine alte Militärfestung beherbergt, macht diese Triple-Aktivierung möglich.

Details auf der Website

Wer die Standorte dieser kombinierten Zonen sucht oder die genauen Award-Bedingungen studieren will, findet die Details auf der BOTA-Webseite. Die Betreiber aktualisieren die Datenlisten und Aktivierungshinweise laufend.

Published: HB9HGH 2026-07-14 20:32:54

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